Tarifrunde nimmt Fahrt auf

Mehr Entgelt für IAV-Beschäftigte gefordert

04.12.2023 | Die IG Metall setzt sich entschlossen für die Interessen der Belegschaft bei IAV ein und startet die Tarifrunde 2023/2024 mit klaren Forderungen. Angesichts der grundlegenden Veränderungen in der Automobilindustrie und den damit verbundenen Herausforderungen für IAV inmitten des Transformationsprozesses, fordert die IG Metall deutliche Investitionen in die Belegschaft.

Nach dem Tarifabschluss 2021, der eine Tabellensteigerung von 2,3% in 2022 vorsah, ist es nun Zeit für eine spürbare Entgelterhöhung. Die Vereinbarung mit der Geschäftsführung, bis zum 30. Juni 2024 eine Inflationsausgleichsprämie von dreitausend Euro auszuzahlen, war ein wichtiger Schritt zur Abmilderung der steigenden Inflation im Geldbeutel der Belegschaft – was allerdings nur auf Druck der IG Metall durchgesetzt werden konnte. „Dennoch ist klar, dass solche Zahlungen nur temporär sind, und es bedarf einer nachhaltigen Investition in die Belegschaft!“, fordert IG Metall-Verhandlungsführer Johannes Katzan.

In den bundesweiten Mitgliederversammlungen der IG Metall wurden die Tarifforderungen für das Jahr 2024 erarbeitet. Nach Beratungen in München am 13./14. November 2023 hat die Tarifkommission beschlossen, die bestehende Entgelttabelle zum 31. Dezember 2023 zu kündigen.

Die Forderungen der IG Metall für die Tarifrunde 2023/2024 lauten wie folgt:

  • Erhöhung der Tabellenwerte um 10,5% zum 1. Januar 2024 bei einer Laufzeit von 12 Monaten
  • Steigerung der Zeitsouveränität durch zusätzliche freie Tage

„IG Metall-Mitglieder tragen maßgeblich zur Weiterentwicklung der Arbeits- und Entgeltbedingungen bei IAV bei und diese Rolle muss durch einen Mitgliedervorteil anerkannt werden“, so Gewerkschaftssekretär Katzan. Die IG Metall formulierte die Erwartung von der Geschäftsführung beim Verhandlungsstart am 30. November 2023 eine langfristige Beschäftigungssicherung, um die Ernsthaftigkeit der Zukunftsstrategie zu unterstreichen und die Motivation der Belegschaft aufrechtzuerhalten. Die Arbeitgeberseite präsentierte hingegen ein Angebot mit einer Laufzeit von 24 Monaten bei einer Entgelterhöhung von 8,5% in zwei Schritten. Die IG Metall wird nun mit ihren Mitgliedern bei IAV ins Gespräche kommen, um weitere Schritte und auch potenzielle Eskalationsszenarien zu besprechen. Eine zweite Verhandlung ist für den 21. Dezember angesetzt. 

Über IAV:

IAV ist mit mehr als 7.500 Mitarbeitern einer der weltweit führenden Engineering-Partner der Automobilindustrie. Das Unternehmen entwickelt seit über 35 Jahren innovative Konzepte und Technologien für zukünftige Fahrzeuge. Zu den Kunden zählen weltweit alle namhaften Automobilhersteller und Zulieferer. Neben Fahrzeug- und Antriebsentwicklung ist IAV bereits frühzeitig in die Elektromobilität und das autonome Fahren eingestiegen und ist heute einer der führenden Entwicklungsdienstleister auf diesen Gebieten. Neben den Entwicklungszentren in Berlin, Gifhorn und Chemnitz/Stollberg verfügt IAV über weitere Standorte u.a. in München, Sindelfingen und Ingolstadt sowie in Europa, Asien als auch in Nord- und Südamerika.